High Fives mit Arnaud Tonus - Moto X

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High Fives mit Arnaud Tonus

Originaltext und Fotos von Ray Chuss


In dieser Saison wimmelt die Monster Energy Supercross Serie nur so von Talenten  aus den USA und Europa. Ken Roczen, Dean Wilson und Marvin Musquin haben sich bereits in der US Szene festgebissen und konnten zahlreiche Erfolge einfahren.

Mit dem Auftakt der 250ccm East Coast Meisterschaft am 14. Februar in Texas wird ein weiterer Rookie aus Europa versuchen in deren Fußstapfen zu treten. Und wir müssen sagen, dass er bereits eine sehr gute Figur auf den kalifornischen Supercross Strecke macht.

Arnaud Tonus – herzlich willkommen auf der großen US Supercross Bühne. Der Schweizer startet für das Pro Circuit Team und blitzt Whoops, springt Rhythms und Triples präzise wie ein Schweizer Uhrwerk!


Hi Arnaud, wir durften dich heute beim Training in Milestone sehen und müssen sagen, dass du einen sehr smoothen Eindruck machst. Wie läuft es denn so in den USA für dich?

“Bisher läuft es ziemlich gut. Ich hatte Ende November noch eine Verletzung am Handgelenk, aber das ist jetzt überstanden. Ich hatte sechs Wochen lang eine Zwangspause, aber jetzt trainiere ich schon wieder eine ganze Weile auf dem Bike. Ich fühle mich schon richtig wohl hier in den USA.”

Wie schon gesagt, du machst einen sehr guten Eindruck auf dem Bike, fast schon zu gut.

“Ich fühle mich auch schon sehr wohl auf meinem Bike, muss jedoch noch ein bisschen mehr Kraft aufbauen und mein Handgelenk wird auch mit jedem Mal besser.”

Sechs Wochen Pause, was hast du die ganze Zeit gemacht? Konntest du so Weihnachten und Silvester zu Hause in der Schweiz verbringen?

“Ja, ich bin gleich nachdem ich mich verletzt habe wieder zurück in die Schweiz geflogen. Aber eigentlich weil ich den Plan hatte beim Supercross in Genf zu starten. Ich hatte den Flug schon gebucht, außerdem musste ich ein paar Visa Angelegenheiten klären. Nachdem ich mein Visa in der Tasche hatte bin ich zurück in die USA geflogen, habe mir den Saisonauftakt in Anaheim angesehen, bin zur Physiotherapie gegangen und habe mein Fitness Training durchgezogen.”

 



Also war die Verletzung ausschlaggebend für deinen Start an der East Coast?

“Es war die logische Konsequenz. Aber mit Mitch Payton als Teamchef kann man sich nie wirklich sicher sein an welcher Küste man startet. Für mich steht jetzt jedenfalls die East Coast Meisterschaft auf dem Programm.”

Das Wetter ist großartig und du kannst jeden Tag auf guten Strecken trainieren. Gibt es trotzdem etwas das du an Europa vermisst?

“Da gibt es auf jeden Fall einiges, aber nicht das Wetter. Ich bin zum ersten mal weit weg von meinen Freunden und meiner Familie, aber das war eine bewusste Entscheidung von mir. Ich denke das wird mir als Person helfen und ich habe immer davon geträumt in den USA Rennen zu fahren. Die Gelegenheit diesen Traum gemeinsam mit Mitch, Pro Circuit, Kawasaki und Monster Energy zu verwirklichen konnte ich mir nicht entgehen lassen. So konnte ich meine ganzen Sponsoren behalten.”



Du verwirklichst dir also gerade einen Traum, hast du schon als Kind davon geträumt in den USA Supercross zu fahren?

“Auf keinen Fall, ich hätte mir das als kleines Kind aus der Schweiz nie träumen lassen und jetzt bin ich hier in Kalifornien und fahre für Pro Circuit. Das ist schon ganz schön cool. Vielleicht habe ich als Kind doch schon davon geträumt, aber ich konnte mir  definitiv nie vorstellen, dass es eines Tages Realität werden wird. Deshalb genieße ich meine Zeit hier sehr.”

Hast du dir das mal als Ziel gesteckt?

“Nein, das war nicht mein Hauptziel, aber ich hatte es immer im Hinterkopf. Ich war einfach nur ein Kind und machte worauf ich am meisten Lust hatte. Später waren meine Ziele in Europa, doch dann kam der Anruf von Mitch Payton und ich fing an mir ernsthaft Gedanken zu machen. Ich hatte auch noch ein Angebot von einem neuen Team. Es war ein großer Schritt, ein großer Traum, aber wenn es darum geht diesen Schritt tatsächlich zu wagen und sein Leben radikal um zu krempeln, dann muss man sich das schon gut überlegen.”

 


Was macht deiner Meinung nach einen guten Supercross Fahrer aus?

“Es ist etwas ganz anderes als Motocross, die Intensität ist viel höher, deshalb muss man sich ganz anders auf die Rennen vorbereiten. Die Rennen sind kürzer, aber das wichtigste sind die Whoops. Vor allem für europäische Piloten ist das der grüßte Unterschied zum Motocross. Dort kann sich auch am besten von den anderen Fahrern absetzen. Ich bin bereits in Europa immer wieder Supercross gefahren, aber die Whoops sind einfach nicht die gleichen. Der Start spielt eine noch größere Rolle, es wichtig von Anfang an vorne dabei zu sein und anschließend die Intensität über alle fünfzehn Runden hoch zu halten. Die MXGP Rennen waren viel länger, deshalb muss ich mich erst noch an die kurze Renndistanz gewöhnen.”

 

Bis zu deinem Auftaktrennen in Arlington ist es nur noch etwas mehr als eine Woche, bist du schon aufgeregt?

“Ich denke noch nicht so viel an die Rennen und konzentriere  mich lieber auf die Vorbereitung. Natürlich freue ich mich aber schon darauf endlich wieder Rennen zu fahren. Ich muss mich trotzdem am Riemen reißen und mich konzentrieren, das ist gerade beim Supercross absolut essentiell. Man muss jede einzelne Sekunde einhundert Prozent fokussiert sein. Man muss immer auf der Hut sein, sonst stürzt man sehr schnell.”



Wie groß ist denn der Unterschied vom Supercross zum Outdoor Bike wirklich?

“Der Unterschied ist schon sehr groß, die Jungs im Pro Circuit Team haben ein Menge Erfahrung und das Bike ist perfekt auf die Anforderungen vom Supercross abgestimmt. Das Fahrwerk ist sehr hart abgestimmt, am Anfang habe ich mich wirklich gefragt was das denn ist…Es hat sich zuerst viel zu hart angefühlt, aber dann habe ich schnell gelernt damit umzugehen und jetzt fühlt es sich perfekt an. Ich bin wirklich froh, dass wir so eine gute Basis haben, auf der wir speziell für mich ein großartiges Supercross Bike aufbauen können.”

 


Danke für das Interview und viel Erfolg in Arlington. X

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